Lenk- und Ruhezeiten bei LKW-Fahrern

LKW-Fahrer stehen unter Zeitdruck, ihre Fracht muss schnell von A nach B transportiert werden. Doch ist dabei auf die Lenk- und Ruhezeiten zu achten.

LKW-Fahrer müssen Lenk- und Ruhezeiten einhalten - und natürlich guten Kraftstoff tanken! Den gibt es bei TND!

Von den Autobahnen der Welt sind LKW nicht wegzudenken. Sie sind enorm wichtig für die Logistik von Unternehmen und damit für die Wirtschaft der Länder. LKW sollten somit gerne gesehen sein auf den Straßen. Doch ist ein Lastkraftwagen ein großes Fahrzeug, das - falsch bedient - zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr führen kann.

Eine falsche Führung des Wagens wird wahrscheinlicher, sollte der LKW-Fahrer übermüdet sein. Die Prävention vor dieser Situation ist einer der Gründe, warum es geregelte Lenk- und Ruhezeiten für LKW-Fahrer gibt.

Im Speziellen gibt es eine Vielzahl an Regelungen, wie lange der LKW gefahren werden darf und wie lange geruht werden muss. Die Grundlage für die Vorschriften stellt das Arbeitszeitgesetz​ (ArbZG) dar, das vom Bundestag im Jahr 2012 verabschiedet wurde. Für selbstständige Kraftfahrer regelt die Zeiten das Gesetz zur Regelung der Arbeitszeit von selbstständigen Kraftfahrern​ (KrFArbZG).

Wir von TND möchten Sie im Folgenden zu den gesetzlichen Regelungen der Lenk- und Ruhezeiten für LKW-Fahrer informieren.

Wer ist von den Lenk- und Ruhezeiten betroffen?

 

Nicht alle Fahrzeughalter betrifft die Gesetzgebung. Ob man spezielle Fahrtzeiten und Ruhezeiten einhalten muss, hängt ganz davon ab, ob das Fahrzeug eine Gesamtmasse von 3,5 Tonnen übersteigt. Auch Kraftomnibusse mit mehr als neun Sitzen schließt das Gesetz mit ein.

Gewerblich betriebene Kraftwagen müssen dann mit einem speziellen EG-Kontrollgerät ausgestattet sein, das die Lenk- und Ruhezeiten​ des Fahrers dokumentiert.

Sollten die Lenkzeiten nicht exakt eingehalten werden können, ist die Abweichung genauestens zu protokollieren. Diese Abweichung kann aufkommen, weil etwa kein Parkplatz in der Nähe ist oder man Platz machen muss für die Polizei oder den Rettungsdienst.

Weicht die Lenk- und Ruhezeit von den gesetzlichen Vorgaben ab und hat man keine Begründung für diesen Tatbestand, ist mit einem Bußgeld zu rechnen. Deshalb wird es dringend empfohlen, die vorgeschriebene Zeit einzuhalten - auch weil es die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht. Dabei ist es ganz genau geregelt, wie lange die tägliche wie auch die wöchentliche Lenkzeit andauern darf.

Was ist die tägliche Lenkzeit und Ruhezeit bei LKW-Fahrern?

 

Lenkzeit:

Die tägliche Lenkzeit bei LKW​ liegt bei maximal 9 Stunden. Allerdings kann die Zeit an 2 von 6 Arbeitstagen eine Dauer von 10 Stunden umfassen. Der Fahrer kann aber die 9 bzw. 10 Stunden nicht an einem Stück am Lenkrad absolvieren. Höchstens 4,5 Stunden darf die ununterbrochene Lenkzeit betragen.

Das bedeutet, dass an einem zeitlich vollständig ausgeschöpften Arbeitstag mindestens zwei Ruhepausen eingelegt werden müssen.

Ruhezeit:

Die Fahrtunterbrechung​ muss mindestens 45 Minuten umfassen. Dem Fahrzeugführer ist allerdings gestattet, die Pause innerhalb der 4,5 Stunden einzuteilen. Verbringt der Fahrer beispielsweise 2,5 Stunden fahrend, kann er eine 15-minütige Pause einlegen, weitere 2 Stunden fahren und schließlich eine 30-minütige Ruhephase beanspruchen.

Jedoch: sollte der Fahrer zuerst eine halbstündige Pause genommen haben, so muss die zweite Erholungsphase ebenfalls mindestens 30 Minuten betragen.

Insgesamt muss die Tagesruhezeit eines Lastkraftwagen-Fahrers mindestens 11 von 24 Stunden andauern. Er hat aber die Möglichkeit, die Zeit dreimal in 6 Arbeitstagen auf 9 Stunden zu verkürzen.

Keine Arbeiten während der Fahrtunterbrechung

Die Ruhepause des Fahrers muss auch wirklich als eine solche genutzt werden. Es ist untersagt, während der Fahrtunterbrechung andere Arbeiten durchzuführen. Auch Arbeiten wie die Wartung oder das Be- und Entladen des Fahrzeugs gelten als ebensolche.

Befindet sich der Ruhende auf dem Beifahrersitz, zählt dies jedoch zur Fahrtunterbrechung. Ebenso, wenn sich das Fahrzeug auf einer Fähre zur Überbrückung eines Wasserhindernisses oder auf einer Eisenbahn befindet. Der Fahrtweg von zu Hause bis zur Arbeit zählt übrigens nicht zur Lenkzeit des Fahrers. Dies ist private Zeit, die die gesetzliche Regelung nicht umfasst. 

Was ist die zulässige wöchentliche Lenk- und Ruhezeit bei LKW-Fahrern?

 

Geht man von einer 6-Tage-Woche aus und rechnet die täglichen Lenk- und Ruhezeiten zusammen, kommt man auf einen Maximalwert von 56 Stunden Lenkzeit in der Woche. Zudem beläuft sich die Gesamtzahl der Ruhestunden auf 60. Nutzt man die Obergrenze gänzlich aus, so muss man in der Folgewoche eine geringere Stundenzahl einplanen - in 2 Arbeitswochen darf höchstens ein Wert von 90 Gesamtstunden angesammelt werden.

Ohnehin kann in der Folgewoche schwerlich eine Lenkzeit von 56 Stunden erreicht werden, da nach einer 6-Tage-Woche 45 Stunden Freizeit vorgeschrieben sind. Diese Zeitspanne kann auf 24 Stunden verkürzt werden, solange die verbleibende Freizeit zu einem späteren Zeitpunkt wahrgenommen wird. Wer selbstfahrender Unternehmer ist, hat leicht veränderte Arbeitszeiten in der Woche. Hier wird vom Gesetzgeber eine Arbeitszeit von 48 Stunden festgelegt, die auf maximal 60 Stunden in der Woche ausgedehnt werden darf.

TND - das Tankstellen-Netz für LKW-Fahrer

Lenk- und Ruhezeiten können nur eingehalten werden, wenn das Fahrzeug auch fahrtüchtig ist. Dafür bedarf es Kraftstoff. Mit TANK-NETZ​ haben Sie eine Qualitäts-Tankstelle stets in der Nähe! TND ist deutschlandweit vertreten mit hochwertigen Produkten für Ihre LKW. Kontaktieren Sie uns über das Online-Kontaktformular oder rufen Sie uns an. Wir sind rund um die Uhr für Sie da: 0 800 / 31 31 333